Helfen – Handeln – Heilen für die Menschen in Serabu

Krankenhaus, Ärzte für die Dritte Welt

Das Krankenhaus in Serabu

Seit 2010 arbeiten die Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors im Serabu Community Hospital in Sierra Leone. Das Krankenhaus, das vor dem Bürgerkrieg wegen seiner guten Arbeit weit über die Bezirksgrenzen bekannt war, gründeten irische Ordensschwestern im Jahr 1954. Während des Bürgerkriegs wurde es vollständig zerstört und konnte mit Hilfe der EU von 2006 bis 2008 wieder aufgebaut werden und wurde im Jahr 2009 wieder eröffnet.

Sierra Leone / Copyright des Bildes WHO

Sierra Leone liegt an der Küste Westafrikas und grenzt im Norden und Osten an Guinea und im Südwesten an Liberia. Die Bevölkerungszahl wurde im Jahr 2008 auf 5,4 Millionen Einwohner geschätzt. Über zwei Drittel der Menschen leben auf dem Land. Ein Drittel lebt in städtischen Gebieten, wobei die meisten dieser Personen in der Hauptstadt Freetown sind.

 

Sierra Leone ist das nach dem Human Development Report am wenigsten entwickelte Land dieser Welt. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 47, 5 Jahren.  Die Ursachen für diese geringe Lebenserwartung sind die weit verbreitete Armut, schlechte Ernährung, schlechte hygienische Verhältnisse, ein begrenzter Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie ein begrenzter Zugang zu guten Gesundheitsdiensten.

Was bedeutet dies für die Gesundheit der Kinder und Mütter, die zu den Patienten der Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors gehören?

Sierra Leone hat die höchste Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren. Durchschnittlich eines von drei Kindern stirbt, bevor es sein fünftes Lebensjahr erreicht. Die Hauptursachen sind Malaria, Durchfall sowie Unterernährung und Lungenentzündungen.

Zudem hat Sierra Leone eine der höchsten Müttersterblichkeiten dieser Welt, wobei viele Frauen an leicht zu behandelnden Komplikationen sterben.  Die Frauen stehen unter einem hohen gesellschaftlichen Druck möglichst viele Kinder zu bekommen. Meistens gebären sie fünf bis sechs Kinder. Eine Studie von UNICEF aus dem Jahr 2008 besagt, dass es in sechs der 13 Distrikte in Sierra Leone keine Notfallversorgung für Schwangere gibt. In den restlichen Distrikten gibt es insgesamt 38 Krankenhäuser, die Schwangerschafts- und Geburtshilfe anbieten. Jedoch können nur 14 dieser Hospitäler eine umfassende Notfallversorgung in Form von Bluttransfusion und Kaiserschnitt leisten.
Einen Einblick gibt der Film „Where Every Pregnancy is a Gamble“ von http://mdg.glocalstories.org/maternal.php, der Fatimata Konnte begleitet, die ein Kind erwartet. Sie hat bereits fünf Kinder verloren.

Serabu, Ärzte für die Dritte Welt

Im Krankenhaus

Um diesen Menschen zu helfen, arbeiten die Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors im Serabu Community Hospital. Die Ärzte stammen aus den Bereichen Chirurgie, Geburtshilfe, Kinderheilkunde und Public Health.  Neben der medizinischen Arbeit  schulen sie das einheimische Personal,  lokale Gesundheitshelfer und Hebammen. Ziele der Arbeit der Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors sind die Versorgung der Kleinkinder, Schwangeren und stillenden Mütter im Krankenhaus zu verbessern. Die Zielgruppe soll kostenlosen Zugang zu Diagnostik, Behandlungen und Medikamenten erhalten. Die Ambulanz und ihre Außenstationen werden ausgebaut, so dass die Menschen der Umgebung einen erleichterten Zugang zu medizinischer Versorgung bekommen.

Hilfe für dieses Projekt erhalten die Ärzte für die Dritte Welt – German Doctors auch durch den am 07. April 2011 gegründeten Unterstützerkreis, der aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größenordnung besteht. Mehr Informationen über den Unterstützerkreis finden Sie hier.

Gemeinsam können wir handeln und helfen, so dass mehr Menschen in Serabu geheilt werden.

 

Quellen:

http://www.who.int/countries/sle/en/

http://www.amnesty.de/downloads/das-leben-endet-frueh-fuer-muetter?destination=suche%3Fwords%3DSierra%2BLeone%26search_x%3D0%26search_y%3D0%26search%3DSuchen%26form_id%3Dai_search_form_block

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